Die Chorgeschichte
Das Hauptinteresse und Engagement des Chores gilt der Aufführung von Chorwerken in Köln und Umgebung, mit wechselnden Schwerpunkten in der Auswahl der Chorliteratur. Zum Repertoire des Chores gehören neben geistlicher Chormusik auch weltliche Stücke wie Opernchöre von Giuseppe Verdi und Richard Wagner. Außerdem widmet sich der Konzertchor Köln neben der klassischen Chormusik auch zeitgenössischen Kompositionen wie zum Beispiel Hans Werner Henzes Moralitäten (aufgeführt zur Chornacht am 29.05.1997 in der Kölner Philharmonie). Ein Höhepunkt der Arbeit war die deutsche Uraufführung der Jugendmesse von Alfredo Catalani (aufgeführt am 31.05.1986 in St. Maria Himmelfahrt, Köln). Der Konzertchor Köln ist Mitglied der Arbeitskreis Kölner Chöre. Nach den Aufführungen von Händels Messias im April 2000, dem Weihnachtsoratorium von J.S. Bach im Dezember 2000 jeweils in Köln und Bonn und dem Deutschen Requiem von J. Brahms in der Philharmonie am 3.2.2001 hat sich der Chor große Projekte vorgenommen:
In einem großen Projekt wurde im Mai und Juni 2001 Widors Messe für 2 Chöre und 2 Orgeln mehrfach aufgeführt, unter anderem am 10.6.2001 in Paris in St. Sulpice, der Kirche, an der Widor als Titular-Organist wirkte. Die künstlerische Leitung dieser Konzerte, an denen fünf Chöre teilnehmen, hatte Eric Ingwersen. Auf Einladung des Philharmonischen Staatsorchesters Halle, verbunden mit einer einwöchigen Konzertreise, bestritt der Chor mehrere große Aufführungen mit Opernchören: am 12.07.2001 als open-air-Konzert auf dem Domplatz in Halle, am 15. und 16.07.2001 im Rahmen des Festival Musicale di Ravello, bei dem neben Opernchören von Verdi und Wagner eine konzertante Aufführung von Bellinis Norma auf dem Programm standen. Den Herbst 2001 widmete der Konzertchor Köln vier großen Werken für Chor und Orgel unter dem Motto Laudes Organi, Lob der Orgel und spannte mit den ausgewählten Werken einen Bogen über zwei Jahrhunderte: Antonin Dvoraks Messe in D-Dur, Zoltan Kodalys Laudes Organi und Psalm 114 und Petr Ebens Prager Te Deum. Bedingung für diese Werke sind große Orgeln: in St. Remigius in Bonn, in St. Aposteln in Köln, in der Abtei Brauweiler und im Altenberger Dom. Orgel-Freaks kamen hier auf ihre Kosten. Der Konzertchor Köln bot für dieses Programm eine Besonderheit: Bei Vorlage der Eintrittskarte zu einem der Konzerte (außer St. Aposteln) ermäßigt sich der Preis für ein weiteres Konzert Laudes Organi auf die Hälfte, eine gute Gelegenheit, unsere großen Orgeln in der Region kennenzulernen.
In die große Tradition der Vertonungen des Fauststoffes gliedern sich Robert Schumanns Szenen aus Goethes Faust. Der wesentliche Unterschied zwischen der Vertonung Schumanns und denen seiner Zeitgenossen besteht darin, dass sie sich streng an den Originalwortlaut der Dichtung Goethes hält. Wir konzertierten dieses Werk, in das sieben Solisten eingebunden sind, am 29.09.2002 in der Philharmonie. Am 30. November 2002 in St. Aposteln in Köln und am 01. Dezember 2002 in St. Remigius in Bonn führten wir das Weihnachtsoratorium von Johann-Sebastian Bach auf. 2003 feierte unser Chor: er wurde 20 Jahre jung. Zwei große Chorwerke standen im Mittelpunkt unserer Aufführungen in der Philharmonie, Köln: Das Requiem von Verdi am 6.April 2003 und am 11.Oktober 2003 in einem großen Festkonzert Opernchöre von Verdi und Wagner und Orffs Carmina Burana. Zusammen mit Freunden des Konzertchores Köln feierten wir anlässlich unseres 20-jährigen Jubiläums am 15. November 2003 ein großes Fest. |
Der Konzertchor Köln ist 1983 auf Initiative einzelner Mitglieder aus der Mülheimer Kantorei gegründet worden. Als der Leiter der Mülheimer Kantorei Wolfgang Karius den Aachener Bachverein übernahm, teilte sich die gewachsene Gemeinschaft in drei Gruppen: Ein Teil verblieb im Kirchenchor, ein anderer Teil wechselte in andere Chöre. Der größere Teil jedoch suchte nach einem Weg, die gewachsene Gemeinschaft in einem neuen, von der Kirche unabhängigen Chor weiterbestehen zu lassen. Heute hat der Chor etwa 85 Mitglieder.
Ein Muss für jeden Freund großer - besser gesagt 'größter' Chormusik - war der Besuch unserer Aufführungen von Benjamin Brittens War Requiem: Wegen des groß besetzten Orchesters (großes Orchester plus Kammerorchester und Orgel) und der damit verbundenen Kosten und der hohen musikalischen Forderungen an den Chor wird das Werk selten aufgeführt. Wir konzertierten gemeinsam mit dem Bach Chor Bonn am 16.02.2002 in der Kölner Philharmonie und am 17.02.2002 in der Bonner Beethovenhalle unter der Leitung von Franz Xaver Gardeweg.